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Die Zahl der offenen Stellen im Handwerk erreicht ein Rekordhoch

Neuigkeiten

26. Juni 2023

Für Handwerksbetriebe wird es immer schwieriger den Bedarf an qualifizierten Fachkräften zu decken. Das zeigt eine neue Studie des Instituts für Wirtschaft. Im Jahr 2022 gab es durchschnittlich 236.818 offene Stellen in überwiegend handwerklichen Berufen. Allerdings sank zeitlich die Zahl der arbeitssuchenden Fachkräfte im Handwerk. Somit konnten rein rechnerisch 129.000 offene Stellen nicht besetzt werden.

Gute Konjunktur und demografischer Wandel erhöhen den Fachkräftebedarf

Als Gründe für den hohen Fachkräftebedarf nennt die Studie die in weiten Teilen gute Konjunktur und politische Ziele wie den Klimaschutz im Gebäudebereich. Aber auch der demografische Wandel spielt eine Rolle. Dieser führt zu einem steigenden Fachkräftebedarf in den Gesundheitshandwerken. Dazu gehören Berufe wie Augenoptiker oder Hörgeräteakustiker.

In diesen Branchen ist der Fachkräftemangel am größten

Im Bauhandwerk fehlt es an Fachkräften

Der größte Fachkräftemangel besteht im Bauhandwerk, in der Bauelektrik und in der Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik.

Die Betriebe in diesen Gewerken versuchen dem Fachkräftemangel durch mehr Ausbildungsplätze entgegenzuwirken. Dennoch bleiben viele Ausbildungsplätze offen, da die Zahl der angebotenen Ausbildungsstellen stärker gestiegen ist als die Zahl der Bewerber. Im Ausbildungsjahr 2021/2022 konnten im Handwerk gut 130.000 Ausbildungsverträge abgeschlossen werden, 2012 waren noch gut 146.000.

Immer mehr Lehrstellen im Handwerk bleiben unbesetzt

Im Jahr 2022 wurden 151.243 Ausbildungsplätze in überwiegend handwerklichen Berufen angeboten. Davon blieben 20.977 unbesetzt. Das entspricht jedem sechsten Ausbildungsplatz und ist der höchste Wert der letzten zehn Jahre. Besonders schwer zu besetzen sind Ausbildungsplätze als Klempner, Fachverkäufer im Lebensmittelhandwerk und Fleischer.

Meister werden im Gesundheitshandwerk dringen gesucht!

Ein Hörgeräteakustiker passt einem Mann ein Hörgerät an.

Gerade in den Bereichen der Augenoptik, Zahntechnik, Hörgeräteakustik und in der Rehatechnik fehlen Mitarbeiter mit einem Meistertitel. So konnten zuletzt rechnerisch neun von zehn offenen Stellen nicht besetzt werden, weil keine Arbeitsuchenden mit entsprechender Qualifikation zur Verfügung standen.

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